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Zu einer Verfinsterung des Mondes kommt es, wenn dieser vom Erdschatten getroffen wird. Dazu müssen Sonne und Mond in Opposition stehen (es muß also Vollmond sein) und der Mond muß in oder nahe einem seiner Bahnknoten stehen, damit er nicht ober- oder unterhalb des Erdschattens vorbeigeht. Der geometrische Kernschattenkegel der Erde ist bei mittleren Verhältnissen in Mondentfernung etwa 3mal so breit wie der Mond, so daß sich dieser, wenn er genau durch die Kegelmitte läuft, vom Beginn bis zum Ende der totalen Verfinsterung gerade zweimal um seinen eigenen Durchmesser fortbewegen muß. Die Totalität kann daher bis zu 100 min dauern und die gesamte Finsternis vom ersten bis zum letzten Kontakt des Mondes mit dem Erdschatten bis zu 3,5 Stunden. Bei größeren Abständen des Mondes von einem seiner Bahnknoten taucht er nicht mehr ganz in den Kernschattenkegel ein, sondern streift ihn nur; es tritt eine partiellen Mondfinsternis ein. Geht der Mond nur durch den Halbschatten der Erde, so nimmt seine Helligkeit derart wenig ab, daß man überhaupt nicht von einer Finsternis spricht.
Jede Verfinsterung des Mondes ist für alle Punkte der Erde, für die der Mond über dem Horizont steht, sichtbar. Der geometrisch zu erwartenden Kernschattenkegel der Erde hat unter mittleren Verhältnissen eine Länge von 217 Erdradien. In der dichten Erdatmosphäre wird das von der Sonne kommende Licht teilweise in den geometrischen Schattenkegel hineingelenkt, so daß dieser nicht scharf begrenzt ist. Der tatsächliche Kernschattenkegel hat dadurch nur eine Länge von etwa 40 Erdradien und reicht damit nicht bis zur Mondbahn bei rund 60 Erdradien: Der Mond ist mithin nie vollständig dunkel. Das kurzwellige (blaue) Sonnenlicht wird in der Erdatmosphäre stärker gestreut als das langwellige (rote) Licht, wodurch der verfinsterte Mond mehr oder minder stark braun-rot gefärbt erscheint. Aus dieser Färbung können z.T. Rückschlüsse auf die jeweiligen physikalischen Verhältnisse in den hohen Atmosphärenschichten zur Zeit der Mondfinsternis gezogen werden. Dies ist das einzige Interesse, das die Wissenschaft heute noch einer Mondfinsternis entgegenbringt.

 

siehe auch:
  Sonnenfinsternis


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