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Tag: 11. November
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Am „Elften im Elften“ ist nicht nur Karnevalsauftakt in den Narrenhochburgen, am 11. November wird auch das Namensfest des Heiligen Martin gefeiert:

Der heilige Martin von Tours (* um 316 in Sabaria, dem heutigen Szombathely in Ungarn - † 08.11.397 in Candes bei Tours in Frankreich) war ursprünglich römischer Soldat bevor er in Gallien getauft wurde. Er trat in einen Mönchsorden ein und wurde später zum Bischof von Tours ernannt.
Schon früh verehrte ihn das Volk als Wohl- und Wundertäter, als unermüdlichen Seelsorger und tatkräftigen Bischof. Klöster, Städte und Burgen wurden nach ihm benannt; die fränkischen Könige und Kaiser erwählten ihn zum Schutzherrn.

Er war der erste, den die christliche Kirche als Heiligen verehrte, ohne daß St. Martin als Märtyrer sein Leben gelassen hätte.

Rund um den Martinstag rankt sich vielfältiges Brauchtum:

  • Mit der Ausdehnung des Fränkischen Reiches breitete sich der Martinskult nach Osten aus, zunächst besonders im Harz und in Thüringen. Nach dem Zweiten Weltkrieg brachten die Flüchtlinge aus Schlesien den Brauch der Martinsumzüge in den Westen Deutschlands: an der Spitze des Zuges reitet „der Heilige“, oft vom Bettler begleitet; dann folgen singende Kinder mit Lampions in den Händen. Der Lichterbrauch geht auf die Bedeutung Martin Luthers in Thüringen zurück: am 10. November, dem Geburtstag Luthers und Vorabend des Fests seines Namenspatrons, versammelten sich auf dem Erfurter Domplatz abends Kinder mit Papierlaternen, um des Reformators zu gedenken. Der Martinsumzug ist nun in der katholischen Kirche ein Teil der Lichtsymbolik, welche am Allerseelentag (2.11.) beginnt und über Advent und Weihnachten bis Lichtmeß (2.2.) führt.
  • Der volkstümliche Brauch der Martinsgans, die man vielerorts zum Martinsfest verzehrt, basiert auf dem Martinstag als Hauptzinstag: Am Martinstag begann das neue Wirtschaftsjahr des Bauern, an das Gesinde wurde die Löhne bezahlt, Pachtverträge wurden geschlossen, Steuern abgeführt, Knechte und Mägde konnten, wie an Lichtmeß, den Dienstherrn wechseln. Zu Martini wurde das Vieh geschlachtet, das aus Kostengründen nicht den ganzen Winter hindurch gefüttert werden konnte: dazu gehörten die Gänse; so ergab sich der Brauch, am Martinstag, vor dem großen Fasten im Advent, Gänsebraten zu essen. Die Gans war auch eine bevorzugte Zinsbeigabe an den Grundherrn, Tribute waren oft bezahlbar in Form von Gänsen. Später erzählte man Legenden, in denen Martin mit Gänsen in Verbindung gebracht wurde.
  • In zahlreichen Gemeinden findet ein Martinszug statt, bei dem die berühmte Szene nachgespielt wird, daß sich Martin nach der Legende in Amiens hoch zu Roß bei klirrender Kälte einem frierenden Bettler zuwandte und ihm die Hälfte seines Mantels gab.

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