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  1. Die Einteilung der Zeit nach Jahren, Monaten, Wochen, Tagen oder anderen Einheiten. Schon in sehr früher Zeit bestand das Bedürfnis, die Zeit in Abschnitte aufzugliedern. Die astronomischen Vorgänge boten sich dazu am besten an, insbesondere der scheinbare tägliche und jährliche Lauf der Sonne, hervorgerufen durch die Rotation der Erde bzw. den Umlauf der Erde um die Sonne. Hinzu kam der Umlauf des Mondes um unsere Erde, wie er sich am auffälligsten in dem Wechsel der Phasen des Mondes (synodischer Monat) zeigt. Da Sonne und Mond allgemein auch im Astralkult der früheren Kulturen eine hervorragende Rolle spielten, versuchte man häufig, den Mond- und Sonnenlauf in Einklang zu bringen. Hierbei ergeben sich aber Schwierigkeiten. Ein Vielfaches eines synodischen Monats von 29,5306 Tagen geht nämlich nicht in einem tropischen Jahr von 365,2422 Tagen auf. Legt man die Länge eine Monats abwechselnd zu 29 oder 30 Tagen fest, so ergeben sich 12 Monate von zusammen nur 354 Tagen. Es bleiben also 11 Tage übrig, um ein volles Sonnenjahr zu erhalten. In frühbabylonischer Zeit, aber auch in anderen Kulturen, wurde dieses Problem dadurch beseitigt, daß man in Abständen von etwa 3 Jahren einen 13. Schaltmonat einfügte, um Mond- und Sonnenkalender wieder einigermaßen in Einklang zu bringen. Dies führte übrigens auch dazu, daß die Zahl 13 später als Unglückszahl galt.

    Noch genauer kann das Einfügen des 13. Schaltmonats dadurch erreicht werden, daß 12 Gemeinjahre mit je 12 echten Mondmonaten und 7 Schaltjahre mit je 13 Mondmonaten zu einem Zyklus von 19 Jahren zusammengefügt werden. Da in diesem Falle Mond- und Sonnenlauf gleichermaßen berücksichtigt werden, spricht man auch von einem Lunisoljahr. Zweifelsohne ist ein derartiger Kalender verhältnismäßig unübersichtlich und schlecht zu handhaben, vor allem, wenn keine genauen Schaltregeln vorliegen. Unter Julius Cäsar (100 bis 44 v. Chr.) wurde deswegen der Julianische Kalender eingeführt, der ein reines Sonnenjahr zur Grundlage hat. Da der Schaltzyklus dieses Kalenders aber immer noch nicht ausreicht, um die Länge des tropischen Jahres bis auf mehrere Stellen hinter dem Komma genau zu berücksichtigen, wurde 1582 der Gregorianische Kalender eingeführt.

    Daneben gibt es aber auch heute noch Kalender, die praktisch ausschließlich den Mondlauf berücksichtigen. Dazu gehört der Jüdische Kalender und der Islamische Kalender.

  2. Als gedrucktes Verzeichnis der Zeitrechnung unter Berücksichtigung der nationalen und kirchlichen Festtage ist der Kalender in vielen Formen gebräuchlich: Wand-, Abreiß-,Büro-, Taschenkalender u. a. Die Vorläufer des heutigen Kalenders sind die germanischen Kalenderstäbe, in die die Wochen und Monate eingeritzt waren. Unser Kalender geht auf die Kalender der frühchristlichen (römischen) Kirche zurück, der Angaben für jeden Tag der Woche, über die kirchlichen Feste und über den Verlauf des Kirchenjahres enthielt. Hinzu kamen Daten über Auf- und Untergang von Gestirnen.


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