zur Startseite des Kalenderlexikons Gedenktag an Pogromnacht 1938
Tag: 9. November
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Unter dem Deckmantel „spontaner Kundgebungen“ veranstalteten die Nazionalsozialisten in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 jenes Pogrom gegen Juden, das als Reichskristallnacht in die Geschichte einging.

In der Geschichte der Judenverfolgung durch die Hitler-Diktatur, bildete die „Kristallnacht“ den Auftakt zum Holocaust, die Massenvernichtung der Juden.

Die Verfolgung der Juden durch die Nazionalsozialisten hatte sich seit 1933 stufenweise gesteigert. Der Boykott jüdischer Geschäfte und Ausschreitungen gegen Juden gingen seit Hitlers Machtantritt Hand in Hand mit der wachsenden Ausgrenzung von Menschen jüdischer Herkunft, was 1935 zu den Nürnberger Rassengesetzen führte. Die Olympischen Spiele 1936 von Berlin brachten noch Mal eine Art „Schonfrist“. Doch bereits 1938 mußten die Juden ihr Eigentum registrieren lassen, jüdische Männer und Frauen zwangsweise die Vornamen „Israel“ und „Sarah“ annehmen und ein J in ihren Paß eintragen lassen.

Am 2. Oktober 1938 wurden etwa 17.000 Juden mit polnischer Staatsbürgerschaft, von denen viele seit Jahrzehnten in Deutschland lebten, ausgewiesen, aber in Polen nicht aufgenommen. Sie landeten in Lagern, darunter auch die Familie des Kaufmannes Zindel Grynzspan. Als dessen Sohn Herschel davon als Student in Paris erfuhr, wollte er am 7. November den deutschen Botschafter töten, traf aber den 3. Sekretär Ernst von Rath. Dieses Attentat lieferte den Anlass zur „Kristallnacht“. Synagogen wurden in Brand gesetzt, jüdische Geschäfte, Schulen, Wohnungen und Friedhöfe demoliert. Es gab (nach unterschiedlichen Angaben) zwischen 36 und 96 Tote, aber mindestens 30.000 Juden wurden verhaftet und in Konzentrationslager gesteckt.

Der Begriff „Kristallnacht“ war mit Blick auf die vielen zu Bruch gegangenen Glasscheiben von den Nationalsozialisten selbst als euphemistische (verniedlichende) Bezeichnung für den Terror geprägt worden. Manche Historiker lehnen daher seine Benutzung ab oder gebrauchen das Wort nur in Anführungszeichen. Andere dagegen akzeptieren es als lange verwendet und mit eindeutigem Bezug in der Geschichte des Holocaust.


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