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Die teilweise (partielle) oder vollständige (totale) Verfinsterung eines Gestirns dadurch, daß es entweder in den Schatten eines anderen tritt (z.B. Mondfinsternis, Verfinsterung der Jupitersatelliten) oder daß sich ein anderer Körper zwischen Beobachter und Gestirn schiebt und so die Sicht zum Gestirn verdeckt (z.B. Sonnenfinsternis, Sternbedeckung).

Häufigkeiten:
Für einen bestimmten Beobachtungsort sind Mondfinsternisse zahlreicher als Sonnenfinsternisse, da Sonnenfinsternisse immer nur in einem kleinen Gebiet beobachtet werden können. Im Mittel tritt für einen bestimmten Ort auf der Erdoberfläche eine totale Sonnenfinsternis nur aller 360 Jahre einmal auf.
Für die ganze Erde gesehen sind aber Sonnenfinsternisse etwa 1,5mal häufiger als Mondfinsternisse: Damit es gerade noch zu einer Berührung des Mondes mit dem Erdschattenkegel kommt, darf die ekliptilale Breite des Mondes nicht mehr als etwa 1° betragen, hingegen darf der Mond noch eine ekliptikale Breite von 1,5° haben, damit eine Sonnenfinsternis möglich ist. In einem Jahr finden maximal 7 Finsternisse, davon entweder zwei Mond- und 5 Sonnenfinsternisse oder 3 Mond- und 4 Sonnenfinsternisse, minimal 2 Finsternisse (stets Sonnenfinsternisse) statt. Auf unser Jahrhundert fallen 228 Sonnen- und 148 Mondfinsternisse.
Für das Zustandekommen einer Finsternis ist das nahe Zusammenfallen der Neu- bzw. Vollmondphase mit einen Knotendurchgang des Mondes erforderlich. Die gleiche Mondphase kehrt nach einem synodischen Monat wieder, der Durchgang des Mondes durch den gleichen Knoten dagegen nach einem drakonischen Monat. Da 223 synodische Monate (223 x 29,5306 d = 6.585,3216 d) etwa dieselbe Zeit wie 242 drakonische Monate (242 x 27,2122 d = 6.585,3572 d) umfassen, wiederholen sich die Finsternisse nach diesem Zeitraum unter fast gleichen Bedingungen. Diesen Zeitraum von 18a11d (bei 4 Schaltjahren im Zyklus) bzw. 18a 10d (bei 5 Schaltjahren ) nennt man Saroszyklus.

Geschichtliches:
Finsternisse wurden früher meist mit großer Furcht, stets aber mit viel Interesse beobachtet. Es ist daher nicht verwunderlich, daß diese Naturschauspiele schon frühzeitig registriert wurden. Hieraus ergibt sich die Möglichkeit, die Chronologie alter Kulturen festzulegen, da man die Zeit des Eintritts einer Finsternis an einem bestimmten Ort genau berechnen kann. In alten Mythologien findet sich die Vorstellung, daß bei einer Verfinsterung das Gestirn von einem Fabelwesen, z.B. einem Drachen, verschlungen wird: auf Grund dieser Vorstellungen werden die Mondknoten von alters her Drachenpunkte genannt. Der Saroszyklus war bereits den Chaldäern bekannt und diente, von diesen übernommen, in der gesamten Antike zur Vorhersage von Finsternissen. Die richtige Erklärung für Sonnen- und Mondfinsternisse wurde schon sehr früh gefunden, als man merkte, daß sie immer in die Zeiten von Neu- und Vollmond fallen.


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