zur Startseite des Kalenderlexikons Bacon Roger
* 1215 (Ilchester/Somerset) - † 11.6.1294 (Oxford)
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Der englische Gelehrte (genannt »Doctor mirabilis«) war Franziskanermönch in Oxford und verfaßte zahlreiche theologische und naturwissenschaftliche Werke. Er war ein Verfechter der Astrologie, glaubte aber an die Kugelgestalt der Erde.

Er beobachtete das zeitliche Vorrücken der Frühlingstagundnachtgleiche, die durch die Ungenauigkeit des Julianischen Kalenders bedingt war.

Dieser Kalender, der sich jeder Weisheit entzieht, ist ein Greuel für Astronomen und ein Witz aus der Sicht der Mathematik.

Im Jahr 1267 sandte er ein Schreiben an Papst Clemens IV., mit einem flammenden Appell, endlich die Zeit zurechtzurücken. Bacon hatte errechnet, daß das Kalenderjahr etwa 11 Minuten länger als das Sonnenjahr war, und setzte nun den Papst darüber in Kenntnis, daß sich dieser Fehler alle 125 Jahre (die tatsächliche Abweichung liegt bei 128 Jahren) zu einem ganzen Tag ausweitete (ein Zeitüberschuß, der im Laufe der Jahrhunderte bis zu Bacons Zeitalter bereits neun Tage ausmachte). Wenn man dies nicht korrigiere, werde sich der März in den tiefsten Winter und der August in den Frühling verschieben. Was in diesen gottesfürchtigen Zeiten allerdings weitaus schwerer wog, war die Tatsache, daß, so Bacon, die Christen Ostern und alle anderen Feiertage an den falschen Tagen begehen würden.
Diese Behauptung war damals so ungeheuerlich, daß Bacon um ein Haar als Häretiker (Ketzer) angeklagt worden wäre, weil er die Wahrhaftigkeit der katholischen Kirche in Frage stellte.


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